17B Hüven Süd

Die Großsteingräber bestehen aus einer Grabkammer, die aus mächtigen Findlingen errichtet worden ist. Die Tragsteine sind aufrecht in einem Fundamentgraben eingesetzt. Sie haben eine tragende funktion und bilden die Wand der Grabanlage. Um die Außenseite wurde eine feste Felseinpackung gelegt. Dafür ist ein Boschung aus Sand und Erde bis in die Höhe der Oberkante der Träger oder Wandsteine geschichtet. Über die Außenböschung wurden die Decksteine aufdas offeneRechteck der Kammerwand geschoben. Die Last einesDecksteines wurde durch je einen Trägerfindling an den Längseiten der Grabkammer aufgefangen. Die Lücken zwischen den Wandsteinen füllte ein Trockenmauerwerk aus kleinen Felssteinen, so daß eine dichte und innen glatte Kammerwand entstand. Den Boden der Grabkammer bildet ein Pflaster vonnkleinen Felssteinen. Darauf liegt normalerweise eine mehschichtige Steingrusfüllung aus Granitgrus in einer Mächtigkeit von 40-60 cm, die mit dem Keramikmaterial der Kammer durchsetzt ist. Die Öffnung als Zutritt zur Kammer ist in der Regel an einer südlichen Längsseite. Manchmal wird der Eingang durch aus Findlinge gebildeten Gang markiert. Dieser Typ von Steingräbern wird ‘Ganggrab’ genannt. Der Eingang kann durch einen gespaltenenn Findling als Tür verschlossen werden. Bei diesen Grab ist die Kammer gut erhalten. Sie ist Nordost-Südwest orientiert. Der Innenraum hat eine Größe von 5×2 m. Die 8 Trägersteine sind alle vorhanden und liegen in situ, die Decksteine ebenfalls. Das Grab liegt in einen Hügel der 16×22 meter groß ist.
170423 Hunebed 17B (8)
170423 Hunebed 17B (7)
170423 Hunebed 17B (6)
170423 Hunebed 17B (5)
170423 Hunebed 17B (4)

Bewaren