Upstalboom, Grabhügel und Versammlungsplatz im Mittelalter.

Auf der höchsten Stell des Sandrückens, der sich hier östlich der einst bei Emden in die Ems mündenden Ehe (Aa) erstreckt, sind bei Vorarbeiten für den Bau eines geplanten Denkmals 1815, bei den Bauarbeiten der heutigen Pyramide 1833 und bei archäologischen Untersuchungen um 1990 Metallgeräte und Tongefässe gefunden worden, die nur aus frühmittelalterlichen Gräbern stammen können. Ein rheinisches lmportgefäss sowie ein aufwendig geschmiedetes und reichhaltig verziertes Schwert sind Kostbarkeiten, die auf mindestens zwei, um 800 datierte Gräber sozial hochrangiger Persönlichkeiten vermutlich in einem Hügel hinweisen. Auf Grund der Funde ist eine Besiedlung und Bewirtschaftung des Sarıdrückens seit dem frühen Mittelalter anzunehmen.

Mit Upstalsboom wurde im Mittelalter ein Pfahl oder Mal aus Holz (Boom) in einem für eine Versammlung von Menschen oder Vieh eingefriedigtem Stück Landes (upstal) bezeichnet. Nach der Überlieferung des 16. jahrhunderts befand sich an dieser Stelle derjenige Upstalsboom, bei oder vor dem sich im Bedarfsfall Abgesandte der freien Frieslande zwischen Lauwers
bzw. Zuidersee (NL) und Unterweser, die im Mittelalter einen Bund der sog. Sieben Seelande bildeten, in der Regel am Dienstag nach Pfingsten versammelten, um gemeinsam für die Verteidigung der Freiheit und Bewahrung des Friedens zu sorgen. Dieser Bund trat erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts und zum letzten Mal 1361 in Erscheinung. Der Upstalsboom wurde auch über das Mittelalter hinaus zum Symbol der Friesischen Freiheit und Einheit.
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