Lager II: Aschendorfermoor met Kriegsgräberstätte Herbrum / Aschendorf (‘Herold Friedhof’)

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Emslandlager 2Van het kamp is niets meer over. Op de plek waar nu dit electriciteits huisje staat, was vroeger de ingang van kamp Aschendorfermoor. Er staat een bord met de geschiedenis van het kamp hier en de kampen in het algemeen, zie hieronder. 

De meeste doden zijn begraven op de begraafplaats bij Esterwegen. De doden door toedoen van Willi Herold zijn begraven op de Kriegsgräberstätte Herbrum / Aschendorf (‘Herold Friedhof’).

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 Op het bord staat de volgende tekst:
Emslandlager 2Während der nationalsozialistischen Herrschaft Von 1933 bis 1945 bestanden im Emsland und in des Grafschaft Bentheim insgesamt 15 Gefangenenlager. Sie hatten als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefangenenlager unterschiedliche Funktionen.
In Blickrichtung befand sich von 1935 bis 1945 das Lager Aschendorfermoor. Es wurde als Strafgefangenenlager der Justiz im April 1935 für 1000 Gefangene fertiggestellt. Die Bewachung übernahm eine im Dienst des Justiz stehende SA-Einheit, die später durch Justizbeamte ergänzt wurde.
Ab April 1937 erweiterte man das Lager, so dass nun 1500 Gefangene untergebracht werden konnten. Für die Wachmannschaften mussten die Gefangenen einen Vergnügungspark anlegen, von dem noch Reste erhalten sind.
Bis Kriegsbeginn Waren Menschen Inhaftiert, die vom NS-Regime aus ethnischen, politischen, rassistischen, sozialen oder religiösen Gründen Verfolgt Wurden. Hinzu kam eine Weitaus größere Gruppe von Gefangenen, die für Kriminelle Delikte Verurteilt worden waren. Die Bestrafung orientierte sich aber oftmals nicht nur an der Straftat sondern auch an angeblichen Gesinnungs- und Persönlichkeitsmerkmalen sowie einem unterstellten Volksschädigenden”Verhalten.
Von Juli 1937 bis Mai 1940 zog die Zentralverwaltung aus allen im Emsland bestehenden Lagern die politischen Gefangenen in Aschendorfermoor zusammen. Davon Waren im gesamten Zeitraum etwa 2.200 Gefangene betroffen. Anschließend bestand fast die Hälfte der Gefangenen aus von Wehrmachtsgerichten verurteilten ehemaligen Soldaten.
Die Gefangenen mussten, je nach Jahreszeit, 8-12 Stunden täglich Zwangsarbeit im Moor leisten (Entwässerung Straßen- und Wegebau, Torfabbau). Nach Kriegsbeginn 1939 wurden sie zunehmend in kriegswichtigen Betrieben und in der LandWirtschaft eingesetzt. Die Verpflegung War schlecht und im Verhältnis zur harten Arbeit nicht
ausreichend. Über diese allgemeine Tortur hinaus Waren die Gefangenen Vielfachen körperlichen und seelischen Misshandlungen durch die Willkür der Wachmannschaften ausgesetzt. Standesamtlich sind 237 Todesfälle beurkundet, die tatsächliche Zahl dürfte aber hoher legen. Die Toten Wurden auf dem Lagerfriedhof Borgermoor, heute Begräbnisstätte Esterwegen, beigesetzt.
Anfang April 1945 wurden etwa 2500 bis 3000 Gefangene aus den Strafgefangenenlagern im Emsland nach Aschendorfermoor verlegt, um sie abzutransportieren. Kurz darauf tauchte ein Hauptmann in Fallschirmjäger uniform mit einigen Versprengten Soldaten auf übernahm das Kommando und ließ einen Massenmord an den Gefangenen durchführen. Bei seiner Festnahme in Aurich gab sich der Hauptmann als der 21 jährige Gefreite Willi Herold zu erkennen. Er Wurde im August 1946 durch ein britisches Militärgericht zum Tode verurteilt und am 14. November in Wolfenbüttel hingerichtet
1946 Wurden die 172 Opfer des Massakers exhumiert und in der Nähe auf einem neu angelegten Friedhof beigesetzt.
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